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        NACHHALTIGKEIT IN DER MODEINDUSTRIE

        von Alexander Wirth, Handelsexperte

        Die Zeiten des konstant voranschreitenden Klimawandels sind eine Herausforderung für die gesamte Industrielandschaft. Der steigende Druck von Gesellschaft und Politik auf Unternehmen sorgt dafür, dass sich diese mit den wichtigen Fragen dieser dramatischen Entwicklung befassen müssen. So spielt seit einigen Jahren die Nachhaltigkeit in der Modeindustrie eine zunehmend wichtige Rolle.

        Produktionsprozesse werden infrage gestellt und lange gepflegte Verhaltensweise als ökologisch untragbar klassifiziert und entsprechend sanktioniert. Auch die Modeindustrie muss sich mit der Frage nach einer nachhaltigen und dennoch finanziell profitablen Zukunft auseinandersetzen.

        Statistiken sprechen für die Nachhaltigkeit der Mode

        Handelsexperte Alexander Wirth

        Im Mai 2019 wurde der jährliche Pulse of the Fashion Industry Score von der Boston Consulting Group und der Sustainable Appareal Coalition veröffentlicht. Der Score gibt Auskunft über die aktuelle Entwicklung der Branche und bezieht unter anderem auch Nachhaltigkeit und Umwelt in der Bemessung mit ein. Gerade im letzten Punkt scheinen im direkten Vergleich zum vorherigen Jahr leichte Verbesserung stattgefunden zu haben. Die eigentliche Umwelt und Klimabelastung der Produktionsprozesse ist um vier Punkte (von 38 zu 42) angestiegen. Dies ist allerdings prozentual gesehen ein geringerer Anstieg (-3%) als im Vorjahr.

        Zu hohes Wachstum zum Gegensteuern

        Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtproduktion der Modeindustrie im Jahr 2030 auf 102 Millionen Tonnen ansteigen wird. Das stellt ein erwartetes Wachstum von rund 80% dar. Gerade Niedriglohn-Länder bauen Ihre Produktionen und Infrastrukturen fortwährend aus. Im Gegenzug verlagern westliche Unternehmen einen nicht unerheblichen Teil Ihrer Produktionen in genau diese preiswerten Herstellungsländer. Für die Nachhaltigkeit der Modebranche sind das eindeutig schlechte Aussichten Insbesondere ist diese Entwicklung im Bereich der Discounter und Anbieter von Massenware zu beobachten.

        Kunden verlangen Nachhaltigkeit

        Dabei ist mittlerweile auch ein nachweisbarer Bedarf an nachhaltigen Produkten in vielen Kundensegmenten gefragt. So gaben bei einer Puls-Score-Umfrage über ein Drittel der Befragten an, bereits zu anderen Herstellern und Marken gewechselt zu sein, die auf nachhaltigere Geschäftspraktiken setzen. Mit fortlaufender Berichterstattung und Sensibilisierung für diese Thematik, ist auch hier von einem Ansteigen dieses Kundenbedürfnisses auszugehen.

        Wie kann die Modebranche nachhaltiger werden?

        Zu den Hauptumweltbelastungen der Industrie gehört die Herstellung von Polyester. Der Prozess der Polymer-Gewinnung ist für rund 40% der ökologischen Gesamtbelastungen in der Modeindustrie verantwortlich. Aber auch der Anbau von Baumwolle ist, bedingt durch die Verwendung chemisch basierter Dünger, enorm einflussreich auf den Klimawandel. Der Verzicht auf diese Düngemittel, welche bei Ihrer Verwendung Distickstoffmonoxid freisetzen, würde allerdings eine um Monate verzögerte Anbauzeit des für die Modeindustrie zur Zeit noch essentiellen Rohstoffs nach sich ziehen.

        Kostenfaktor Klimaschutz

        Unter den Mode-Herstellern, die aktuell ihre Produktionsweisen auf nachhaltigere Alternativen umstellen, finden sich fast ausschließlich Firmen im mittleren bis angehobenen Preissegment. Wie bereits beschrieben, ist die Umstellung kostspielig. Im Mittel- und Luxus-Sektor lassen sich die Kosten des moralisch positiven, klimatisch notwendigen und wohlgemerkt auch ausgesprochen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen leicht auf den Endkundenpreis aufrechnen. Schwierig wird die Umsetzung solch ambitionierter Ziele allerdings bei allen auf Sparsamkeit fokussierten Zielgruppen. In einer Zielgruppe, die unter Umständen ab 10€ aufwärts keine T-Shirts mehr zu erwerben bereit ist, fällt es schwer, eine Mehrpreis durchzusetzen. Weiterhin ist gerade in diesem Sektor ein verstärkt auf Massenproduktion aufbauendes Geschäftsmodell zu beobachten.

        Wenn ein konstanter Nachschub an Ware zentral für die eigene Geschäftsplanung ist, wird eine mehrmonatige Verlängerung der Anbauzeit für Baumwolle nur schwierig in den Gesamtherstellungsprozess zu integrieren sein. In jedem Fall ist es das Ziel, innerhalb der nächsten Jahre industrieweit einen bedeutend besseren Puls-Score zu erreichen. Dies ist eine individuelle Herausforderung, der sich jedes Unternehmen in der Modebranche stellen muss, um für mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie zu sorgen.

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        Der Autor

        Alexander Wirth


         HANDELSEXPERTE
        SENIOR BERATER • REVOLVERMÄNNER

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